Abgeschlossene Projekte
Inhalt
- Biologische Behandlung
- Emissionen
- Industrieabfälle
- Internationale Abfallwirtschaft
- Stoffstrommanagement
- Technik der Abfallbehandlung
Biologische Behandlung
Biogene Gase - Unterer Lindenhof
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Modellierung und Steuerung von NawaRo-Biogasanlagen unter Einsatz einer innovativen online Messmethode (NIRS), Steuerungssystem
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Entwicklung einer Technologie zur Oberflächenfunktionalisierung von Tiefziehteilen aus nachwachsenden Rohstoffen mit kurzer und mittlerer Lebensdauer
Biokunststoffe gestatten die Nutzung nachwachsender, regenerativer Rohstoffe. Diese werden gegenwärtig vorwiegend im Bereich Verpackungstechnik und für den Spritzgussprozess eingesetzt. Zur Herstellung einer Vielzahl von technischen Bauteilen (Gehäuse, Transportbehälter, Fahrerkabinen, Innenausstattung von Wohnmobilen, Schiffen usw.) werden vor allem thermoplastische Kunststoffe verwendet. Der im Projekt hauptsächlich untersuchte neuartige Werkstoff ist ebenfalls thermoplastisch und wird ausschließlich aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Basis ist das Naturpolymer Lignin, welches zu etwa 30 % in jedem Baum und jeder verholzenden Pflanze durch die Photosynthese gebildet wird. Lignin ist nach der Cellulose das am häufigsten vorkommende Naturpolymer und bildet z. B. im Baumstamm eine dreidimensional vernetzte Gerüststruktur um die Cellulosefasern. Durch Lignin erhält das natürlich gewachsene Holz seine benötigte Druckfestigkeit, da diese von der Cellulosefaser nicht aufgenommen werden kann. Die Cellulosefaser kann nur Zugfestigkeiten erbringen, so dass ein Verbund aus Naturfasern (Cellulose) und Lignin einen Werkstoff ergibt, der analog einem natürlich gewachsenen Holz, kombiniert Zug- und Druckbelastungen entgegenwirken kann. Lignin ist ein Beiprodukt der papierproduzierenden Industrie und fällt weltweit jährlich zu etwa 50 Mio. Tonnen aus verschiedenen Kochprozessen an. Die bisherige Verwendung von Lignin beschränkt sich zu etwa 95 % auf dessen thermische Verwertung in Verbrennungsanlagen zur Energiegewinnung. Nur ein kleiner Teil des Lignins findet eine stoffliche Verwendung wie z. B. in der Lebensmittelindustrie.Mischt man spezielle Arten von Lignin mit Naturfasern aus Holz, Flachs, Hanf, Sisal oder anderen Faserpflanzen, so erhält man eine unter Temperaturerhöhung verarbeitungsfähige Mischung. Diese kann auf herkömmlichen Kunststoffverarbeitungsmaschinen wie ein auf petrochemischem Weg hergestellter Thermoplast zu Formteilen, Profilen oder Platten verarbeitet werden. Die im Teilprojekt am Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft untersuchten Schwerpunkte waren das biologische und chemisch- physikalische Verhalten des neuartigen Werkstoffs. Hierzu wurden zahlreiche Abbauversuche ( Respirometertests) im aeroben Milieu durchgeführt. Daneben wurden, in Zusammenarbeit mit der Materialprüfanstalt, Bewitterungsversuche, UV-Beständigkeitstests sowie weitere stoffspezifische Tests durchgeführt. Weitere Untersuchungen beschäftigten sich mit dem Emissionsverhalten des Werkstoffs bei erhöhten Temperaturen, wie sie z.B. im Fahrzeuginnenraum auftreten können. Ansprechpartner: |
Emissionen
Ausarbeitung von Emissionsstandards und Vorschläge für eine Geruchsemissionsrichtlinie in der Türkei
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Emissionsminderung von Biofiltern durch eine neuartige Methode zur Überwachung der Filterfeuchte
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Für die Funktionsfähigkeit und das Emissionsverhalten eines Biofilters spielt dessen Wassergehalt eine sehr große Rolle. Um eine optimale Reinigungsleistung des Filters zu erreichen ist es erforderlich, die Feuchtigkeit des Filtermaterials kontinuierlich und ohne großen Aufwand an allen Stellen zuverlässig kontrollieren zu können. Im Rahmen dieses Forschungsvorhabens wird eine neue Methode der elektromagnetischen Wassergehaltsbestimmung an verschiedenen Biofiltermaterialien erprobt. Das Verfahren beruht auf dem Prinzip der Time Domain Reflectometry (TDR). Für die Messung des Feuchtegehalts im Filtermaterial wird der polare Charakter und die hohe Dielektrizitätskonstante von Wasser genutzt. Die Dielektrizitätskonstante von feuchtem Biofiltermaterial wird im wesentlichen von Wasser bestimmt. Um den Zusammenhang zwischen Sensormesswert und tatsächlichem gravimetrischen Wassergehalt der Probe beschreiben zu können ist eine Kalibrierung notwendig. Um eine Aussage über die Korrelation von Filtermaterialfeuchte mit dem Emissionsverhalten von Biofiltern machen zu können, wurde eine transportable Biofilteranlage vor Ort an einer Kompostierungsanlage aufgestellt und die Filtermaterialien sukzessive ausgetrocknet. Der Feuchtegehalt der Filtermaterialien konnte dabei kontinuierlich mit den eingebauten Sensoren überwacht werden. Die Emissionen (Keime und VOC) wurden bei verschiedenen Feuchtezuständen erfasst. Dabei zeigte sich, dass optimal befeuchtete Biofilter als Keimsenke wirken; dem gegenüber verringert sich die Reinigungsleistung mit abnehmender Filter-feuchte. Sehr trockene Biofilter können hinsichtlich Gesamtbakterien und Schimmelpilzen eine Keimquelle darstellen. Ansprechpartner: |
Minimierung von Geruchsemissionen an Gießstrecken – Teil II
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Das Problem der Geruchsemissionen aus Gießereien hat nach wie vor Brisanz. In der näheren Umgebung von Gießereien treten Geruchsimmissionen auf, welche die immer kritischer werdende Nachbarschaft zu Beschwerden veranlasst. Zur Sicherstellung der sozialen Akzeptanz der Gießereien an ihren traditionellen Standorten oder unter dem öffentlichen Druck sind die Betriebe gezwungen, Abhilfe zu schaffen. Auf dem Gebiet der Geruchsminderung in Gießereien wurden in den letzten Jahren einige Fortschritte erzielt. Jedoch hat sich dabei gezeigt, dass der Fortschritt in kleinen Schritten kommt und die Betroffenen meist dann erst zufrieden sind, wenn die Gießereigerüche so gut wie ganz verschwunden sind. Dabei sind die Gießereien so vielfältig in ihrer Verfahrenstechnik und die Geruchsquellen zum Teil so komplex, dass mit einem neuen Binder oder einer Verfahrensänderung jeweils nur eine Gruppe von Gießereien einen Vorteil erhält. Daher ist Einiges an Verbesserungsbedarf geblieben bzw. für einige Bereiche weiter aktuell. Das Ziel dieses Projekts soll es sein, weitere primärseitige Lösungen zur Minderung der Geruchsemissionen in Eisengießereien - hier speziell an Gießstrecken - zu finden. Das heißt, es sollen Informationen über Geruchsemissionen aus Formhilfsstoffen und Additiven sowohl für die Gießereiindustrie als auch für die chemische Zulieferindustrie bereitgestellt werden. Die Gießereiindustrie soll Hinweise zur Prozesslenkung erhalten, die Zulieferindustrie Hinweise über Geruchsstoffbildungen und deren Ursachen. Durch die Weiterentwicklungen der Messtechnik werden die Voraussetzungen geschaffen, die Vielfalt der Form- und Formhilfsstoffe unter geruchstechnischen Gesichtspunkten zu bewerten und zu optimieren. Darüber hinaus sollen die Ergebnisse der Olfaktometrie - hinsichtlich Reproduzierbarkeit bzw. Aussagegenauigkeit - durch Optimierung der messtechnischen Rahmenbedingungen wesentlich verbessert werden. Außerdem sollen die in einem früheren Projekt entwickelten physikalisch-chemischen Untersuchungsmethoden weiterentwickelt werden. Im Einzelnen ist damit gemeint, das analytische Verfahren zur Geruchsstoffdetektion zu erweitern:
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TANIA - Vorerkundung des Bauabschnitt IV der Kreismülldeponie Dorfweiher zur Projektierung von Maßnahmen zur Verkürzung der Nachsorgezeit
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Im Rahmen dieses Vorprojekts wurden Messungen und Arbeiten zur Probenahme und Belüftung des Deponieabschnitts durchgeführt. Das Ziel war, Daten über die Zusammensetzung und Beschaffenheit des Mülls sowie von Deponiegas und Sickerwasser zu sammeln, um sich ein möglichst genaues Bild über diesen Teil der Deponie machen zu können. Anhand der Erkenntnisse aus der Vorerkundung soll ein Pilotprojekt „Aerobisierung der Deponie“ geplant und beantragt werden, die dann im Rahmen eines Folgeprojekts durchgeführt werden soll. Ansprechtpartner: |
Untersuchung von Kanalisationsgeruchsfiltern
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Beim IKT-Warentest sollen insbesondere Erkentnisse zu möglichen Anwendungsfällen der Filter herausgestellt sowie Einsatzgrenzen aufgezeigt werden. Im Versuchsstand des ISWA wird ein Kanalstück mit einem Schacht zum Einbau verschiedener Filtersysteme - Biofiltersystemen, Aktivkohlefiltersystemen, Geruchsmatten und Chemische Filtersysteme- aufgestellt. Bei dem Versuch wird unter anderem das Durchströmungsverhalten und die Reinigungswirkung der Filtersysteme untersucht. Ansprechspartner: |
Verfahrenskombination aus Biofilter und NTP-Technologie
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Im Rahmen dieses DBU Forschungsvorhabens soll die prinzipielle Eignung der nichtthermische Plasma Technologie (NTP) als Abluftreinigungsverfahren für ein Vielstoffgemisch, wie es bei der Kompostierung von Bioabfall emittiert wird, untersucht und in einem weiteren Schritt - im Hinblick auf eine effizientere Emissionsminderung bei niedrigem Kostenniveau und verringertem Flächenbedarf - eine optimierte Kombination zwischen Biofiltertechnik und NTP-Technologie gefunden werden, um dadurch die Vorteile beider Verfahren zu nutzten. In der ersten Phase (12 Monate) werden Versuche zur Ermittlung des Abreinigungsgrades praxisrelevanter Modellsubstanzen und Modellgemische unter verschiedenen Betriebsbedingungen (Volumenstrom, Anordnung Biofilter/Plasmaanlage, Luftfeuchtigkeit des Rohgases etc.) an einer trans-portablen Anlage an der Universität Stuttgart durchgeführt. Mittels GC/MS-Messungen soll eine Aussage über die entstandenen Produkte und die Entstehung von Sekundäremissionen gemacht werden. Es ist zu klären, in wieweit die Anwesenheit von Ozon in der Abluft die Olfaktometrie und das Biofiltermaterial beeinflusst. Während der zweiten Phase (12 Monate) soll anhand von Rotteabluft aus Kompostierungsanlagen das Emissionsverhalten der kombinierten Anlage hinsichtlich ökologischer und ökonomischer Gesichtspunkte untersucht werden. Mikrobiologische Analysen sollen die Keimemissionen in Abhängigkeit verschiedener Betriebszustände quantifizieren. Für die Dauer der Versuche sind jeweils 8 Monate anberaumt. Dabei sollte die Ionisationsanlage ununterbrochen (24h) in Betrieb sein, um Aussagen über die Standzeit und Kontinuität bzw. Stabilität der Reinigungsleistung treffen zu können. Ansprechpartner: |
Verfahrenskombination aus gepulster Coronaentladung und NTP-Technologie
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Im Rahmen des „Competitive And Sustainable Growth (Growth) Programme” ist die Abteilung TAL der Universität Stuttgart zusammen mit Soreq NRC (Israel), der Technischen Universität Eindhoven (Niederlande), ABB ltd., Zürich (Schweiz), PlasmaAir AG (Deutschland) und De Neef Chemical Recycling N.V. (Belgien) am EU-Forschungsprojekt „YTRID“ beteiligt. Ziel des Projektes ist es, mit gepulster Coronaentladung einen Schadstoffabbau in heterogen beladenen Abwasser- und Abgasströmen zu erreichen. Dabei werden auch Kombinationen eines mit dieser Technik betriebenen Plasmareaktors mit einem nachgeschalteten Katalysator bzw. mit einem nachgeschalteten Bioreaktor untersucht. Die Laufzeit des Projektes beträgt 36 Monate. Ansprechpartner: |
VOCleanplas:Verfahrenstechnische Grundlagen zur Reinigung von VOC belasteten Abgasen mit einer Mikrowellenplasmaquelle bei Atmosphärendruck für kleine und mittlere Abgasaufkommen
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Anlass für das Forschungsprojekt war die Entwicklung eines Verfahrens zur Abgasreinigung von kritischen Abgasströmen mit Hilfe einer Mikrowellenplasmaquelle bei Atmosphärendruck. Das Verfahren sollte in kompakten Anlagen sowohl für die kleinen aber kritischen Abgasströme aus der Dünnschichttechnologie, wie auch für die typischen VOC-Abgasströme aus kleinen und mittleren Produktionsstätten anwendbar sein. Für diese Abgasströme wird ein hoher Bedarf erwartet, für den noch keine befriedigende Lösung gefunden werden konnte. Die bedeutendste Methode der VOC-Abgasreinigung ist die thermische Nachbehandlung. Dabei wird die belastete Abluft durch einen Brennraum geleitet, wo ein Gas- oder Ölbrenner, ergänzt durch geeignete Katalysatoren, die Zersetzung bzw. Verbrennung der VOCs bewirkt. Da der gesamte Gasstrom erhitzt wird, ist die Wärmerückgewinnung eine wichtige Komponente solcher Anlagen. Durch den Brenner selbst entsteht bei der Wärmeerzeugung Abgas. Deshalb sind solche Anlagen nur für Abgasaufkommen vernünftig, die deutlich größer sind als der selbst erzeugte Anteil. Anlagen zur thermischen Nachbehandlung sind daher großvolumige Gebilde. Anlagen für kleine und mittlere Abgasströme (< 10 m³ /h ist schon eine Mikroanlage) sind bisher als so genannte Scrubber nur für besonders kritische Abgase in kleinen Strömen, wie sie in der Halbleiterproduktion oder Dünnschichttechnologie entstehen, rentabel einsetzbar. Für den wachsenden Markt der kleinen und mittleren VOC-Abgasreinigungsanlagen besteht akuter Handlungsbedarf. Im Rahmen des Projekts wurden mehrere Versuchsanlagen mit Mikrowellenplasma-Technologie aufgebaut und Versuche mit VOC´s und fluorierten Gasen durchgeführt. Am ISWA wurden die Experimente zur VOC-Elimination und die dazugehörige Gasanalytik gemacht. Weiterhin wurden mittels FT-IR-Technologie Gaskomponenten an den Versuchsanlagen der Projektpartner analysiert. Durch das Projekt konnte gezeigt werden, dass die thermische Mikrowellenplasma-Technologie aufgrund verschiedener Aspekte für die VOC-Elimination nur sehr bedingt geeignet ist. Für den Einsatz bei fluorierten Kohlenwasserstoffen aus der Dünnschichttechnologie erwies sich die Versuchsanlage dagegen als erfolgreich und effektiv. Ansprechpartner: |
Industrieabfälle
Entfernung von physiologisch aktiven organischen Substanzen aus Abwasser mit sich biologisch regenerierender Aktivkohle
Im Ablauf von mechanisch-biologischen Kläranlagen finden sich noch geringe Konzentrationen von arzneilich und hormonell wirksamen organischen Substanzen, die negative Effekte auf aquatische Organismen hervorrufen können, welche im Bereich der Einleitstellen leben. |
Entwicklung eines Behandlungskonzepts für ein Industrieabwasser mit dem Ziel der Minimierung von Phenolindex, Cyanid und Zink
Ein stark organisch belastetes Abwasser, welches bei der Reinigung der Abluft eines Industriebetriebs anfällt, weist erhöhte Werte der begrenzten Parameter Phenole, Cyanid (l.f.) und Zink auf. Es sollte ein Gesamtkonzept entwickelt werden, mit welchem alle drei Grenzwerte eingehalten werden können. Da die Entfernung von Cyanid und Zink mit dem Stand der Technik zu lösen ist, lag der Schwerpunkt auf Versuchen mit der in der Abteilung entwickelten AOP-Technik (Nassoxidation im UV-Freispiegelreaktor) zur Reduzierung des Phenol-index.
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F+E-Projekt: „Solare photokatalytische Entkeimung und Entgiftung von Trinkwasser“
Viele Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Bakterielle und virale Durchfallerkrankungen sind in Entwicklungsländern die häufigste Ursache der Kindersterblichkeit. In diesem F+E-Vorhaben soll eine Anlage zur Entkeimung von Trinkwasser entwickelt werden, welche mit geringem technischen und finanziellem Aufwand im Anwenderland gebaut und betrieben werden kann. Das den AOP (Advanced Oxidation Processes) verwandte Verfahren basiert auf den Halbleitereigenschaften von Titandioxid bei Bestrahlung mit ultraviolettem Licht. Es wurden im Labormaßstab Versuche durchgeführt, wie speziell präpariertes und auf verschiedene Weise immobilisiertes Titandioxid auch in diffusem Tageslicht seine photokatalytische Wirkung entfalten kann, um aus Wasser oxidative (und somit entkeimende) Radikale zu erzeugen. Außerdem wird ein speziell an die Gegebenheiten im Anwenderland angepasstes Anlagenkonzept entwickelt und als Pilotanlage vor Ort in die Praxis umgesetzt. Für die Zertifizierung des Verfahrens nach WHO-Trinkwasserstandards findet eine Zusammenarbeit mit dem Institut der Umwelt- und Tierhygiene der Universität Hohenheim statt. Ansprechpartner: |
Feststellung der Ursachen und Bewertung der Auswirkungen der vom Gelände eines Galvanikbetriebs ausgehenden Abwasserbelastung
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Einer in Berlin ansässigen galvanotechnischen Firma werden unerlaubte Einleitungen von Galvanikabwässern und Galvanikschlämmen in den öffentlichen Kanal vorgeworfen Entsprechen die abwassertechnischen Anlagen der Firma dem Stand der Technik? Dies konnte positiv beschieden werden. Können die behördlichen Messergebnisse betreffend den Schmutzwasserkanal fehlinterpretiert worden sein? Feststellung: Dies war der Fall Könnte das betreffende Klärwerk sowie dessen Klärschlamm durch Firmenabwässer nachteilig beeinflußt oder geschädigt worden sein? Feststellung: Nein Hat die Firma einen geldwerten Vorteil dadurch erzielt, in dem sie als Sonderabfall teuer zu entsorgende Galvanikschlamm-Filterkuchen zum Teil via Schmutzwasserkanal unerlaubt entsorgt hat ? Dies konnte nicht bestätigt werden. Ansprechpartner: |
Studie:Hazardous Waste Management in Turkey
Ein Konsortium deutscher und türkischer Fachleute auf dem Gebiet des Sonderabfallmanagements soll in dieser Vorstudie verschiedene Wege zur Neuordnung der Sonderabfallentsorgung in der Türkei aufzeigen und bewerten. Ansprechpartner: |
Untersuchung zum Gasentwicklungspotential und zur Gasqualität von staubförmigen Sonderabfällen bei der Konditionierung und der Verwertung als Versatzmaterial im Bergwerk Bad-Friedrichshall-Kochendorf
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Hierfür wurde durch den Arbeitsbereich eigens eine Gasbildungs-Prüfanlage für komplette, mit ca. 1,5 Mg Konditionierungsmasse befüllte Big Bags entwickelt, mit welcher der tatsächliche Wasserstoffgas- Volumenstrom während der mehrtägigen Verfestigungsphase ermittelt werden kann. Die Apparatur befindet sich vor Ort auf dem Gelände des Salzbergwerks Bad Friedrichshall-Kochendorf in regelmäßigem Einsatz. Ansprechpartner: |
Untersuchungen zu den Ursachen und zur Vermeidung der AOX-Bildung bei der UV-H2O2-Behandlung von halogenidhaltigen Industrieabwässern
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Es ist das Ziel des Projekts herauszufinden, welche Bedingungen und Voraussetzungen bei der UV-H2O2-Naßoxidation gegeben sein müssen, um eine de-novo-AOX-Bildung zu verstehen, zu beeinflussen und evtl. sogar zu verhindern. Dabei werden die Parameter Chloridgehalt, pH-Wert und eine Auswahl charakteristischer Abwasserinhaltsstoffe in Versuchen mit Modellabwässern variiert. Die hieraus resultierenden Erkenntnisse sollen dazu dienen die AOX-Bildung bei der Behandlung von ausgewählten Realabwässen zu beeinflussen und ggf. zu verhindern. Ansprechpartner: |
Untersuchungen zur Feststellung der Brandursache von Sonderabfällen
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In der Lagerhalle eines Industriebetriebs fand eine Selbsterhitzung in einem mit Koks- und Aluminium-Siebrückständen befüllten Big Bag statt. Zündquelle und Brandursache waren vor Ort sowie im Labor experimentell festzustellen. Als Brandursache konnte Kontakt mit Regenwasser festgestellt werden, wobei sich der Big Bag-Inhalt auf Grund exothermer Reaktion des Aluminium-Feinanteils mit Wasser aufheizt, welches durch den Materialkontakt schwach sauer oder schwach alkalisch geworden ist. Bei der Reaktion bilden sich Aluminiumionen bzw. Aluminationen sowie Wasserstoffgas und das Material kann sich bis zum Glimmen erhitzen und damit auch zünden. Bei der Beurteilung der Brandgefährdung durch die Big Bag-Lagerhaltung, wurde auf eine Konzeption des Verbandes Deutscher Sicherheitsingenieure e.V. (VDSI) zurückgegriffen, Letztlich konnte festgestellt werden, dass es sich bei den auf dem Werksgelände in Big Bags zwischengelagerten Pyrolyserückständen nicht um Abfälle mit praxisrelevanter Brandgefährdung handelt. Unter der Voraussetzung, daß das Big Bag Zwischenlager vor Vernässung geschützt wird, ist die Vor-Ort-Situation als brandtechnisch wenig bedeutsam einzuschätzen. Ansprechpartner: |
Internationale Abfallwirtschaft
FORWAST
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Overall mapping of physical flows and stocks of resources to forecast waste quantities in Europe and identify life-cycle environmental stakes of waste prevention and recycling
Im Rahmen des seitens der EU im Rahmen von sechsten Rahmenprogramms geförderten Projektes “FORWAST” (Forecasting Of Waste) sollen u.a. die folgenden Ergebnisse erzielt werden:
Hierzu wird ein makroökonomisches Berechnungsmodell (quasi-dynamisch) entwickelt, das anhand ausgewählter Material- und Stoffströme (Produktion, Verbrauch, Import, Export etc.). dieses Modell stellt auch den Rahmen für die intensive Datenrecherche und –verarbeitung dar, worin die Hauptarbeit innerhalb von “FORWAST” zu sehen ist. Besonders intensive Datenrecherchen erfolgen für die folgenden vier Länder:
In den verbleibenden EU-Mitgliedstaaten ist die Datenlage deutlich schlechter – insbesondere in den osteuropäischen Ländern. Hierzu werden Übertragbarkeitsbetrachtungen durchgeführt, um ggf. mittels Korrelationen und indirekten Vorgehensweisen fehlende Daten abzuschätzen. Die Kalibrierung des Modells erfolgt mittels Zeitreihen von monetären und physikalischen Strömen und vorhandenen Daten zur Abfallstatistik. Abschließend sollen, Transferkoeffizienten und auch komplexe mathematische Zusammenhänge vorliegen, um die Vorlkswirtschaften innerhalb Europas im Hinblick auf künftige Abfallmengen und –qualitäten modellieren zu können. Dynamische Aspekte (z.B. künftige technische und ökonomische Entwicklungen, Änderungen politischer Strategien. etc.) sollen Berücksichtigung finden. FORWAST wird voraussichtlich eine neue Sicht des Life Cycle Thinking ermöglichen, was sich insbesondere in verläßlicheren Umweltindikatoren ausdrückt - insbesondere im Zusammenhang mit Ressourcenschonung und Umweltmanagement. Ziele: Unsicherheiten bezüglich der Umweltauswirkungen, resultierend aus abfallpolitischen Entscheidungen, basieren im wesentlichen auf dem Mangel an physischen Daten zu Mengen und Qualitäten von Stoff- und Materialflüssen – sowohl von Rohstoffen als als auch aus Recyclingkreisläufen. Insbesondere stehen kaum Angaben zu den gelagerten bzw. gespeicherten Stoffen (z.B. in Gebäuden) zur Verfügung, die in der Zukunft zu Abfall werden. Daher sind insbesondere die folgenden Projektziele von Interesse:
Es sollen nach Abschluß des Projektes im Jahr 2009 konkrete Empfehlungen für die Politik vorliegen. Das Projektkonsortium ist im wesentlichen charakterisiert durch:
Im Hinblick auf die Abschätzung künftiger abfallmengen und –qualitäten für die kommenden 25 Jahre fehlt bis dato die Kenntnis der Zusammenhänge zwischen Lagern, und künftigen Abfällen. Neben der Lebensdauer einzelner Produkte spielen hier eine Vielzahl weiterer Randbedingungen eine Rolle (z.B. Akkumulation, Abfallerzeugung, Streuverluste etc.). Die Ergebnisse von FORWAST basieren auf relaen Daten und anerkannten makorökonomischen Berechnungsmodellen. Detailliertere Informationen können auf der Projektwebsite eingesehen werden. Links zur Homepage:
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WasteNet - ein Netzwerk für nachhaltige Abfallwirtschaft
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Zusammensetzung häuslichen Abfalls anhand ausgesuchter Siedlungsstrukturen in Rumänien
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Stoffstrommanagement
Aid in the Management and European Comparison of Municipal Solid Waste Treatment Methods for a Global and Sustainable Approach (AWAST)
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Im Rahmen dieses Projektes wird ein praxisorientiertes Programm zur Entscheidungshilfe für Kommunen oder andere Entscheidungsträger entwickelt. Dieses Simulationsprogramm soll anstehende Entscheidungen im Bereich Abfallbehandlung und -entsorgung erleichtern. Das Programm bietet - angepasst an die Situation der Kommunen und unter Einbeziehung von Kosten- und Umweltaspekten - Hilfestellung bei der Wahl der Abfallbehandlungssysteme oder Form der Abfallsammlung. Das Programm besteht aus technischen Tools, die verschiedene Abfallbehandlungs- und Entsorgungsanlagen sowie Abfallsammlung und Transport simulieren. Mit diesen jeweils verbunden sind horizontale Tools, die Stoffflüsse, Kostenaspekte und Energiebedarf / Umweltrelevanz der technischen Tools berechnen. Die einzelnen Tools werden anhand von Modellen erstellt, programmiert und im Simulationsprogramm sinnvoll miteinander verknüpft. Die Arbeiten sind in einzelne Workpackages (WP) aufgeteilt, die von den Projektpartnern bearbeitet werden. Sobald alle Tools fertig gestellt sind, und der Simulator einsatzbereit ist, wird er in sogenannten "case studies" in Orléans, Lissabon und Stuttgart getestet.
Ansprechpartner: Dipl.-Geogr. Andrea Schultheis |
Entwicklung und Bewertung schienenverkehrsgestützter Entsorgungsketten für den ländlichen Raum
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Die fachübergreifende Projektgruppe untersuchte zunächst die gegenseitige Abhängigkeiten einer umweltorientierten und den Schienenverkehr fördernden Strategie der Abfallbeseitigung im ländlichen Raum. So erscheint es aus Sicht der Schonung der Umwelt angebracht, den Müll für den Transport weitgehend zu komprimieren. Sodann werden unterschiedliche Konzeptionen für die Entwicklung schienenverkehrsgestützter Entsorgungsketten im ländlichen Raum entwickelt und abschließend bewertet. Die Beispielregion “Alb-Donau” setzt sich zusammen aus den Landkreisen Reutlingen, Tübingen, Biberach, Sigmaringen, Tuttlingen und Zollernalb. Als erstes gilt es die abfallwirtschaftlichen Grunddaten der einzelnen Landkreise zu ermitteln. Das bedeutet die Dokumentation der potenziellen Abfallströme vom Entstehungsort bis zur Verwertung oder Beseitigung, sowie die Darstellung der Behandlungskapazitäten und das Aufzeigen der bestehenden Transportketten in der Abfallentsorgung je Landkreis. Auf der Basis dieser abfallwirtschaftlichen Kenndaten der Landkreise wird das Netzwerk der Abfallentsorgung der gesamten Beispielregion „Alb-Donau“ dargestellt. Damit können landkreisübergreifende Optimierungsansätze herausgearbeitet werden. Ziel des Vorhabens ist es, den Mülltransport von der Straße auf die Schiene zu verlagern, um somit das Verkehrsaufkommen zu minimieren und eine möglichst geringe Umweltbelastung durch die notwendigen Abfalltransporte zu erzielen.
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Lebensmittel-Studie für Deutschland: "Ermittlung der weggeworfenen Lebensmittelmengen und Vorschläge zur Verminderung der Wegwerfrate bei Lebensmitteln in Deutschland"
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Bereits seit einigen Jahren ist bei der Arbeitsgruppe RIK die Untersuchung von Lebensmittelabfällen ein wichtiger Bestandteil der wissenschaftlichen Arbeit. Grund hierfür ist nicht zuletzt die seit einiger Zeit aufkommende Diskussion über Lebensmittelverluste entlang der Wertschöpfungskette. Die Datenlage in Deutschland ist diesbezüglich leider noch sehr lückenhaft. Somit galt es, die Mengen von entsorgten Lebensmitteln zu ermitteln und zu einer Verbesserung der Datenlage beizutragen. Hierfür wurde die Arbeitsgruppe vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) mit der Studie „Ermittlung der weggeworfenen Lebensmittelmengen und Vorschläge zur Verminderung der Wegwerfrate bei Lebensmitteln in Deutschland“ beauftragt. Ein wichtiges Ziel dieser Studie bestand darin, die in Deutschland tatsächlich anfallenden Mengen von Lebensmittelabfällen wissenschaftlich fundiert zu ermitteln. Darüber hinaus sollten Maßnahmen zur Reduktion dieser Abfälle identifiziert, bewertet und in Form einer Handlungsagenda den politischen Handlungsträgern vorgeschlagen werden. Hierbei sollte insbesondere auch die internationale Fachdiskussion recherchiert und bewertet werden. Die erarbeiteten Vorschläge tragen zu einer Verminderung der Wegwerfrate bei Lebensmitteln in Deutschland bei. Die Ermittlung der Mengen fand entlang der Wertschöpfungskette für Lebensmittel statt. Zu den relevanten Akteuren zählen:
Die Landwirtschaft wird in dieser Studie nicht untersucht. Die wesentlichen Arbeitsschritte waren:
Als Ergebnis konnten relevante Massenströme von Lebensmitteln, Lebensmittelabfällen und Nebenprodukten dargestellt werden. Die Ergebnisse wurden auf ihre Datenqualität hin überprüft. Um insbesondere die identifizierten Lücken qualitativ schließen zu können, wurde außerdem der weitere notwendige Forschungsbedarf aufgezeigt. In einem internationalen Rahmen wurden umsetzbare Maßnahmen ermittelt und über eine Nutzwertanalyse bewertet. Hierbei wurde großer Wert insbesondere auf die Übertragbarkeit auf Deutschland und die Verhältnismäßigkeit gelegt. Neben den Mengen für entsorgte Lebensmittel und Optimierungsmöglichkeiten der derzeitigen Situation ist ein weiteres wichtiges Ergebnis dieser Studie eine einheitliche Definition von „Lebensmittelabfällen“. Diese Definition wurde unter Experten und Stakeholdern in Europa diskutiert und könnte sich als internationale Standarddefinition etablieren. Dies würde Experten und interessierten Bürgern ermöglichen, eigene Daten im internationalen Zusammenhang bereitzustellen und diese mit anderen Studien zu vergleichen. Die Kernaussagen dieser Studie waren jedoch Maßnahmenempfehlungen für die Politik, die nicht nur für Deutschland, sondern auch für andere europäische Länder geeignet sein können. Ansprechpartner: |
Möglichkeiten zur Deregulierung der Sonderabfall-Kleinmengensammlung in Stuttgart
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Im Hinblick auf Kosteneinsparungen wurde untersucht, ob die bestehende mobile Sonderabfall-Kleinmengensammlung in Stuttgart abgeschafft und durch effektivere Systeme ersetzt werden kann. So wurde u.a. die mögliche Alternative, daß der Bürger die Sonderabfall-Kleinmengen mit dem Restmüll entsorgt, geprüft. Obwohl in der MVA-Stuttgart diese Stoffe ohne Probleme verbrannt werden könnten, verbietet sich diese Möglichkeit jedoch aus gefahr-stoffrechtlichen Gründen, da diese Stoffe nicht in den Müllfahrzeugen gesammelt und transportiert werden dürfen. Das jetzige System der getrennten Sammlung mittels Schadstoffmobil sollte daher beibehalten werden - allerdings, aus Gründen der Kosteneinsparung, mit eingeschränkter Sammelfrequenz. Ansprechpartner: |
Neue Strategien zur Hausmüllentsorgung - Möglichkeiten und Chancen
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Ökonomische und ökologische Bewertung der getrennten Sammlung von verwertbaren Abfällen aus Haushalten sowie vergleichbaren Anfallstellen Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums
Ziele: Schwerpunkt der Studie ist die ökonomische und ökologische Bewertung der getrennten Sammlung von Leichtverpackungen der Dualen Systeme, d.h. Verpackungskunststoffe, Verbunde, und Metalle aus Haushalten und ähnlichen Anfallstellen. Des Weiteren werden solche Wertstoffströme einbezogen, die sich aus den Alternativsystemen ergeben. Hier sind vor allem Papier, Pappe und Karton (System Wertstofftonne) sowie Bioabfälle (System Nasse/Trockene Tonne) zu nennen. Zusätzlich werden die stoffgleichen Nichtverpackungen (z.B. Gelbe TonnePlus) zu berücksichtigt Für die genannten Stoffströme erfolgt eine quantitative Abschätzung der Kosten und zentraler ökologischer Effekte der unterschiedlichen Sammelsysteme.Ansprechpartner: |
Photovoltaikmodule - Umweltverhalten und Recyclingmöglichkeiten
Auch die „grüne Technik“ Photovoltaik enthält Schadstoffe, die durch eine weltweite Installation der Photovoltaik-Module auch weltweit verbreitet werden. Bei einer mittleren Laufzeit der Photovoltaik-Module von 20 Jahren ergibt sich die zu erwartende Abfallmenge an PV-Modulen z.B. für das Jahr 2030 aus der produzierten Menge an Modulen aus dem Jahr 2010. Während im Jahr 2010 nur mit etwa 5000 t PV-Modul-Abfällen zu rechnen ist, werden im Jahr 2030 weltweit etwa 200 000 t PV- Module (pro Jahr !) zu Abfall.Im Forschungsvorhaben werden mehrere Fragestellungen untersucht, wie z.B. ob Schadstoffe aus Photovoltaikmodulen in die Umwelt gelangen können? Insbesondere stellt sich die Frage nach einer möglichen Belastung von Niederschlagswasser aus der Entwässerung von Dachflächen auf denen PV-Module installiert sind und deren Auswirkung bei der Versickerung des Niederschlagswassers über Bodenfilter (ökologische Regenwasserbewirtschaftung) oder einer Einleitung in die örtliche Kanalisation. Eine bisher nicht beantwortete Fragestellung ist auch, welche Folgen bei unsachgemäßer Entsorgung von Modulen bzw. zerkleinerten Modulteilen entstehen könnten (z. B. über den Hausmüll, Altglascontainer). Das Projekt soll darüber hinaus die möglichen Organisationsformen für die Sammlung von gebrauchten PV-Modulen aufzeigen und mögliche Anforderungen an ein effizientes Recyclingsystem von Altmodulen beschreiben. Ansprechpartner: |
Pilotversuch: Restabfallfreie Abfallwirtschaft im Neckar-Odenwald-Kreis
Die Abfallwirtschaft ist heute ein wichtiges Instrument zur Bewirtschaftung knapper werdender Ressourcen. Neben der Abfallvermeidung sind hierbei u.a. die energetische Nutzung von biogenen Materialien sowie die weitere Intensivierung der stofflichen Verwertung von besonderer Bedeutung. Modernes Stoffstrommanagement kann stoffliche und energetische Verwertungswege optimieren. Unter Berücksichtigung regionaler Randbedingungen kann mit Blick auf die biogenen Materialien das Ziel eines idealen Zusammenwirkens von Nährstoff- und Kohlenstoffrecycling, ebenso wie die Reduktion klimarelevanter Emissionen durch die Substitution fossiler Energieträger erreicht werden. Eine maximierte Verwertung nicht biogener Wertstoffe ist dann besonders effizient, wenn sie separat in einer trockenen Wertstofftonne erfasst werden. Ansprechpartner: |
Sortierkampagnen in Tübingen
Ziel ist die Ermittlung zusätzlich abschöpfbarer Mengen an Bioabfällen für eine künftige Verwertung in einer Biogasanlage. Ansprechpartner: |
Studie für ein Biomassekonzept für organische Siedlungsabfälle im Landkreis Calw
Ziel der Studie war die Bewertung von konzeptionellen Ansätzen zur zukünftigen Behandlung der im Landkreis Calw anfallenden organischen Siedlungsabfälle. Die Bewertung erfolgt unter ökologischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten und betrachtet die technische Machbarkeit unter besonderer Berücksichtigung bereits vorhandener Abfallbehandlungseinrichtungen (u.a. Kompostwerk). Ansprechpartner: |
Technik der Abfallbehandlung
AOP-Versuche mit Real- und Modellabwässern zur Minderung der Toxizität und zur Minimierung der Behandlungskosten
Die UV-FSR-Technik bietet für die Behandlung hochbelasteter Industrieabwässer (oft ihrerseits Rückstände aus der Abwasserbehandlung) in vielen Fällen eine kostengünstige Alternative zu oft notwendigen Verfahren wie Verdampfung oder Verbrennung. Es sind bereits mit Hilfe von Mitteln der Willy-Hager-Stiftung umfangreiche Untersuchungen betreffend Reaktordesign, aber auch zu chemischen Teilaspekten (z.B. AOX-De-Novo-Synthese bei hohen Chloridgehalten) durchgeführt worden. In einem 4-jährigen Projekt sollen nun weitere Möglichkeiten zur Kostenminimierung erarbeitet, als auch die Frage der Toxizitätsminderung, oder fallweise -erhöhung durch die Behandlung untersucht werden.
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Rückführung von Umkehrosmose (UO)-Sickerwasserkonzentrat in den Deponiekörper
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Zur Klärung der für die Praxis bedeutsamen Fragestellung der Auswirkung einer UO-Sickerwasserkonzentrat-Rückführung, sind je sechs 1,4 m³ fassende Großlysimeter aus Stahl im Einsatz, welche sich durch Gasdichtigkeit, Niederschlagswasser-Simulation, Beheizungsmöglichkeit auf 40°C, sowie Auflast-Simulation auszeichnen.
Es wird deutlich, dass nachteilige Auswirkungen der Konzentratrückführung auf die Deponiegasbildung und die Sickerwasserqualität nicht feststellbar sind, vielmehr führt diese Technik zur einer höheren Deponiegasproduktion und zu einer schnelleren biologischen Inertisierung des Deponiekörpers. Das Sickerwasser erfährt dabei keine Zunahme der Toxizität. Das Verfahren ist für die Praxis zu empfehlen.
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Vergleichende Großlysimeter Untersuchungen zum Deponieverhalten von Rückständen aus MVA, MBA und Abfallpyrolys
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Um das Ablagerungs- und Emissionsverhalten bzw. das Langzeitverhalten der Rückstände verschiedenartiger zeitgemäßer Abfallbehandlungs- Verfahren vergleichend zu untersuchen, wurden die vorhandenen sechs Großlysimeter (nach zwischenzeitlich erfolgtem Abschluss des erstgenannten Projekts) wie folgt befüllt:
Die betreffenden Abfälle werden gezielt beregnet und Deponiesickerwasser und Deponiegas untersucht sowie der Wasserhaushalt und das Setzungsverhalten des Deponiekörpers festgestellt.
Ansprechpartner: |
Untersuchungen zur Festlegung eines optimierten Langzeit-Überwachungs- Programms betreffend Grundwasser im Umfeld der Sonderabfalldeponie Karsau (Baden-Württemberg)
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Die Sonderabfalldeponie Karsau (Baden-Württemberg) ist eine private, seit 1972 bis dato von der Industrie betriebene Deponie, welche insbesondere durch ehemalige Ablagerungen von Chlororganika aus der PCP-Produktion gekennzeichnet ist.
Ansprechpartner: |
Zukünftige Bioabfallbehandlung im Zollernalbkreis
Bestandsaufnahme, Marktanalyse, Evaluierung der technischen Machbarkeit verschiedener Bioabfallbehandlungsverfahren (Kompostierung, Vergärung, biologische Trocknung) an ausgewählten Standorten, vergleichende Wirtschaftlichkeitsuntersuchung. Ansprechpartner: |

Das Ziel dieses Projektes ist es, vielschichtige Fragestellungen für eine optimale energetische und Ressourcenschonende Biomasseerzeugung, Biogaserzeugung und –nutzung zu bearbeiten. Hierzu gehört u.a. die Entwicklung einer Optimierungsstrategie für die anaeroben Vergärungsprozesse . In diesem Teilbereich wird angestrebt, die Biogasproduktion zu maximieren und gleichzeitig eine stabile und kosteneffektive Abfallbehandlung zu sichern.
Im Rahmen der voranschreitenden Umstellung der Energieproduktion auf erneuerbare Energien, wächst auch der Bestand vor allem landwirtschaftlicher Biogasanlagen, welche mit Gülle und nachwachsenden Rohstoffen (NawaRos) betrieben werden. Vor dem Hintergrund begrenzter Flächenverfügbarkeit und mit Blick auf einen nachhaltigen Maximalausbau der biomassebasierten Vergärungstechnologie, wird das Augenmerk auch auf technische sowie systemische Weiterentwicklungen zur bestmöglichen Nutzung der Potenziale gelenkt. Dies betrifft vor allem das Potenzial an technischen - mess- sowie verfahrenstechnischen -, systemischen oder pflanzenbaulichen Verbesserungen des derzeitigen Anlagenbestands. Hier ist das Forschungsprojekt „Modellierung und Steuerung von NawaRo-Biogasanlagen“ als Teilprojekt der „Bioenergieforschungsplattform Baden-Württemberg“ angesiedelt.
Biokunststoffe gestatten die Nutzung nachwachsender, regenerativer Rohstoffe. Diese werden gegenwärtig vorwiegend im Bereich Verpackungstechnik und für den Spritzgussprozess eingesetzt. Zur Herstellung einer Vielzahl von technischen Bauteilen (Gehäuse, Transportbehälter, Fahrerkabinen, Innenausstattung von Wohnmobilen, Schiffen usw.) werden vor allem thermoplastische Kunststoffe verwendet. Der im Projekt hauptsächlich untersuchte neuartige Werkstoff ist ebenfalls thermoplastisch und wird ausschließlich aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Basis ist das Naturpolymer Lignin, welches zu etwa 30 % in jedem Baum und jeder verholzenden Pflanze durch die Photosynthese gebildet wird. Lignin ist nach der Cellulose das am häufigsten vorkommende Naturpolymer und bildet z. B. im Baumstamm eine dreidimensional vernetzte Gerüststruktur um die Cellulosefasern. Durch Lignin erhält das natürlich gewachsene Holz seine benötigte Druckfestigkeit, da diese von der Cellulosefaser nicht aufgenommen werden kann. Die Cellulosefaser kann nur Zugfestigkeiten erbringen, so dass ein Verbund aus Naturfasern (Cellulose) und Lignin einen Werkstoff ergibt, der analog einem natürlich gewachsenen Holz, kombiniert Zug- und Druckbelastungen entgegenwirken kann. Lignin ist ein Beiprodukt der papierproduzierenden Industrie und fällt weltweit jährlich zu etwa 50 Mio. Tonnen aus verschiedenen Kochprozessen an. Die bisherige Verwendung von Lignin beschränkt sich zu etwa 95 % auf dessen thermische Verwertung in Verbrennungsanlagen zur Energiegewinnung. Nur ein kleiner Teil des Lignins findet eine stoffliche Verwendung wie z. B. in der Lebensmittelindustrie.
In Zusammenarbeit mit dem Umweltministerium der Türkei, der Middle East Technical University / Ankara und der Dokuz Eylül University in Izmir werden die Grundlagen zur Messung, Überwachung und gesetzlichen Regelungen von Geruchsemissionen erarbeitet. Derzeit existieren in der Türkei weder Richtlinien zur Begrenzung von Geruchsemissionen aus Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft, noch die technischen Voraussetzungen zur Überwachung von Grenzwerten. Die Aufgabe des Projektes ist es, die in der EU standardisierten Geruchsmesstechniken in der Türkei zu etablieren. In einem breit angelegten Messprogramm sollen Geruchsmessungen an den zuvor identifizierten Hauptemittenten durchgeführt werden. Diese hier ermittelten Werte stellen die Basis für die zukünftigen Richt- und Grenzwerte in der Türkei dar. Parallel hierzu wird auf der Grundlage von europäischen Regelungen ein Entwurf einer Geruchsemissionsrichtline für die Türkei erarbeitet.


Ein wesentliches Ziel des FORWAST-Projekts ist die Generierung verständlicher und validierter Daten zu Materialflüssen, Lagern und Umweltauswirkungen zu den einzelnen volkswirtschaftlich relevanten Prozessen. Die Zusammenhänge zwischen nachhaltiger Entwicklung und Umweltschutz, sowie den Verbindungen zwischen dem Verbrauch natürlicher Ressourcen und Rohstoffe einerseits sowie deren Akkumulation innerhalb der Volkswirtschaft und der Erzeugung von Abfällen soll deutlicher verstanden werden. Hierbei sind Wiederverwertung, technische und ökonomische Randbedingungen und nebeneffekte zu berücksichtigen. Am Ende steht eine globale Kosten-Nutzen-Betrachtung.
Insgesamt 12 Partner aus 3 Kontinenten beschäftigen sich gemeinsam mit dem Thema der Nachhaltigen Abfallwirtschaft. Die Partner-Universitäten bzw. Institutionen befinden sich in folgenden Ländern:
Vor dem Hintergrund des zunehmenden Interesses an den Umweltproblemen in Rumänien wurde im Jahr 2007 eine Kooperation zwischen den Umweltministerien des Landes Baden-Württemberg und Rumäniens initiiert. Das Ziel der Kooperation war die Unterstützung Rumäniens zur Entwicklung von angemessenen Lösungen für die Abfallbehandlung. Als Ausgangspunkt war die Zusammensetzung des häuslichen Abfalls in Rumänien zu bestimmen. Hierzu wurde im Jahr 2008 vom Umweltministerium Baden-Württemberg eine Sortierkampage der Siedlungsabfälle in Rumänien beauftragt, die gemeinsam durch das Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte-, und Abfallwirtschaft der Universität Stuttgart und Universitatea „Politehnica“ Timisoara erfolgte. Das Projekt wurde von den Entsorgungsunternehmen Retim (Timisoara) und Goscom (Vaslui) unterstützt. 



Die getrennte Sammlung von Abfällen aus Haushalten, wie sie derzeit praktiziert wird, wird vor dem Hintergrund neuer Trenntechniken und der Entlastung der Haushalte zunehmend diskutiert. Gleichzeitig sind jedoch die zentralen Ziele der Kreislaufwirtschaft zu erfüllen und eine weitgehende Verwertung sicher zu stellen. Das System zur getrennten Sammlung von Abfällen zur Verwertung hat sich in den letzten 20 Jahren in Deutschland als System der Abfallentsorgung etabliert und wird zunehmend auch im europäischen Raum weiter ausgebaut. Unter dem Aspekt, dass für die stoffliche Verwertung eine hochwertige Qualität erforderlich ist (z.B. bei Bioabfällen geringe Schadstoff- und Störstoffbelastung, bei Papier keine Verschmutzung mit organischen Abfällen, bei Glas Sortenreinheit) ist die getrennte Sammlung eine wesentliche Voraussetzung für die Verwertung. Gleichzeitig wird jedoch zunehmend, auch unter den Aspekten des Kohlenstoffdioxidausstoßes, die energetische Verwertung von hochkalorischen Abfällen und vorbehandelten Restabfällen durchgeführt, welche nicht zwangsläufig eine getrennte Sammlung erfordern. Darüber hinaus stehen im Gegensatz zu früher maschinelle Trenntechniken zur Verfügung, welche in Teilbereichen die getrennte Erfassung von Stoffgruppen ersetzen können. Speziell bei kleinteiligen Verpackungen und Teilen der Kunststoffverpackungen, welche ebenfalls einer energetischen Verwertung zugeführt werden, besteht die Frage der Notwendigkeit der getrennten Sammlung sowohl unter den Aspekten der ökologischen Bilanz, als auch der ökonomischen Verhältnismäßigkeit und der Akzeptanz in der Bevölkerung. Zur Klärung der Frage, wie die oben dargestellten Zielsetzungen erreichbar sind, wird derzeit, mit Förderung durch das Ministerium für Umwelt und Verkehr des Landes Baden-Württemberg, ein Forschungsprojekt bearbeitet. Hierbei sind Fragestellungen wie z.B. die anzuwendenden Bewertungskriterien, die Integration in existierende Systeme und die Kompatibilität, die Umsetzung der Produktverantwortung, die gesellschaftlichen und politischen Hindernisse bei der Veränderung und die Umwelt- und Kostenrelevanz zu beantworten. Ziel des Projektes ist die Entwicklung möglicher Strategien für langfristig tragfähige Abfallwirtschaftskonzepte in Kooperation mit kommunalen Abfallentsorgern. Diese Strategien sehen den Ausstieg aus der obertägigen Deponiewirtschaft bis zum Jahre 2020 vor und streben eine möglichst vollständige Verwertung der heute den öffentlich-rechtlichen Abfallentsorgern überlassenen Abfälle an. Ergebnisse des Projektes sollen Empfehlungen für das weitere Vorgehen bei der Umgestaltung der Hausmüllentsorgung und die Weiterentwicklung der Abfallpolitik sein. Die zu erarbeitenden Strategien erfolgen modellhaft auf Basis ausgewählter Regionen, wobei regionale Besonderheiten Berücksichtigung finden. Im Anschluss sollen allgemeingültige Empfehlungen für Entsorgungsträger und Politik erarbeitet werden. An dem Projekt sind zehn Landkreise in Baden-Württemberg beteiligt. Die fachtechnische Projektbegleitung erfolgt seitens der Landesanstalt für Umweltschutz in Karlsruhe. Das Projekt ist in 4 Abschnitte gegliedert. Die Ergebnisse sollen bis Frühjahr 2005 vorliegen.Basierend auf einer Übersicht über die derzeit zur Verfügung stehenden Technologien zur Sortierung, Trennung und Behandlung von Abfällen soll die Technologiebewertung anhand einer Bewertungsmatrix erfolgen. Hinsichtlich der Umsetzung in die Praxis wird eine Bestandsaufnahme in den Landkreisen durchgeführt. anschließend werden spezifische Konzepte und Szenarien erarbeitet. Es findet eine Bewertung der Konzepte und Szenarien nach · ökologischen Kriterien · ökonomischen Kriterien · sozialen Aspekten · entsorgungstechnischen Kriterien statt. Die landkreisspezifischen Ergebnisse werden im Hinblick auf gemeinsame Empfehlungen zusammengefasst und bewertet. In einem Workshop mit Projektpartnern, UVM, LfU und externen Experten sollen diese diskutiert werden. Hieraus werden Empfehlungen für künftige Strategien und notwendige Veränderungen, insbesondere rechtlicher Rahmenbedingungen, erarbeitet. Die Einzelsysteme und Verfahrenskonzepte werden nach Kriterien, welche derzeit im Rahmen der Arbeitsgruppe mit den Landkreisen abgestimmt werden, beurteilt. Als Fazit bleibt festzuhalten, dass ökonomische Anforderungen, ökologische Betrachtungen und neue technische Entwicklungen den Anstoß geben, die Systeme der getrennten Sammlung neu zu beleuchten. Alternative und ergänzende Systeme müssen nach den vorgestellten Bewertungskriterien beurteilt werden, um sowohl umweltverträgliche als auch ökonomisch vorteilhafte Lösungen für eine langfristig tragfähige Abfallentsorgung der Haushalte zu gewährleisten.
Schwerpunkt der Studie ist die ökonomische und ökologische Bewertung der getrennten Sammlung von Leichtverpackungen der Dualen Systeme, d.h. Verpackungskunststoffe, Verbunde, und Metalle aus Haushalten und ähnlichen Anfallstellen. Des Weiteren werden solche Wertstoffströme einbezogen, die sich aus den Alternativsystemen ergeben. Hier sind vor allem Papier, Pappe und Karton (System Wertstofftonne) sowie Bioabfälle (System Nasse/Trockene Tonne) zu nennen. Zusätzlich werden die stoffgleichen Nichtverpackungen (z.B. Gelbe TonnePlus) zu berücksichtigt Für die genannten Stoffströme erfolgt eine quantitative Abschätzung der Kosten und zentraler ökologischer Effekte der unterschiedlichen Sammelsysteme.
Auch die „grüne Technik“ Photovoltaik enthält Schadstoffe, die durch eine weltweite Installation der Photovoltaik-Module auch weltweit verbreitet werden. Bei einer mittleren Laufzeit der Photovoltaik-Module von 20 Jahren ergibt sich die zu erwartende Abfallmenge an PV-Modulen z.B. für das Jahr 2030 aus der produzierten Menge an Modulen aus dem Jahr 2010. Während im Jahr 2010 nur mit etwa 5000 t PV-Modul-Abfällen zu rechnen ist, werden im Jahr 2030 weltweit etwa 200 000 t PV- Module (pro Jahr !) zu Abfall.
