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Chemikalienmanagement und Umweltschutz in der textilen Kette
Veranstaltungsdatum:  21. September 2017
Anmeldeschluss:  14. September 2017

Die Bekleidung als Grundbedürfnis des Menschen wird heute global in sehr komplexen Lieferketten hergestellt. Nach der Ernährung, dem privaten Transport und dem Wohnen hat die Textilproduktion den höchsten Umwelt-Fußabdruck. Dazu tragen vor allem die Baumwollproduktion, die Herstellung von Farbstoffen und optischen Aufhellern, die Textilveredlung (das Vorbehandeln, Färben, Drucken und Ausrüsten) sowie die Gebrauchsphase der Textilien mit ihren vielen Wasch- und Trocknungsvorgängen bei. Von besonderer Bedeutung ist der hohe Chemikalieneinsatz, der bis zu 1 kg chemischer Produkte je Kilogramm Textil betragen kann. Angesichts tausender vermarkteter chemischer Produkte ist es schwierig, einen Überblick zu erhalten über all die chemischen Stoffe, die vor allem mit dem Abwasser aus der Textilveredlung und –pflege emittiert werden.

Vor diesem Hintergrund führt die Universität Stuttgart am 21. September 2017 ein hochrangig besetztes und praxisorientiertes Kolloquium zur nachhaltigen Textilproduktion durch. Kompetente Experten aus der textilen Kette referieren und diskutieren die fachlichen Aspekte des Chemikalienmanagements und Umweltschutzes in der textilen Kette. Nur auf Basis von Fakten und der medienübergreifenden integrierten Betrachtung der textilen Kette lassen sich Konzepte und konkrete Maßnahmen definieren, die zur nachhaltigen Verminderung des Umwelt-Fußabdruckes der Textilproduktion beitragen. Deshalb wird aus technisch-naturwissenschaftlicher Sicht das Chemikalien- und Umweltmanagement der gesamten textilen Kette beleuchtet. Dieses umfasst die Erstellung von Positivlisten für Chemikalien sowie die Berücksichtigung von REACh und neuen Erkenntnissen bezüglich Schadstoffen, schadstoffanalytische Aspekte, die umweltfreundlichere Herstellung von Farbstoffen, optischen Aufhellern und Textilhilfsmitteln, prozessintegrierte Maßnahmen bei der Textilveredlung, den Umgang und die Lagerung chemischer Stoffe sowie die Behandlung und das Recycling von Textilabwasser einschließlich eines neuen globalen Abwasserstandards.

Wissenschaftliche Leitung
Dr. Harald Schönberger
Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft (ISWA)
der Universität Stuttgart


Preis:  260,-- Euro (umsatzsteuerfrei)
  Die Gebühr schließt Tagungsunterlagen und Pausenverpflegung ein. Bei Stornierungen wird eine Bearbeitungsgebühr von 30,-- Euro berechnet.

Veranstaltungsort:  Max-Planck-Institut für Festkörperforschung
Hörsaal 2 D 5 (EG)
Heisenbergstraße 1
70569  Stuttgart (Büsnau)

Veranstalter: 

Forschungs- und Entwicklungsinstitut für Industrie- und Siedlungswasserwirtschaft sowie Abfallwirtschaft e.V. (FEI)


Anmeldung:  Renate Schill
Telefon: 0711 / 685-63711
Fax: 0711 / 685-63729
E-Mail: 

Verweise: