Dieses Bild zeigt

Lehrstuhl für Abfallwirtschaft und Abluft

Arbeitsbereich Systeme in der Kreislauf- und Abfallwirtschaft- SKA

Mikroplastik, Logistik, Analytik, Modellierung

                             

Abfälle sind Wertstoffe am falschen Ort – diese Aussage ist zentrale Grundlage vieler Aktivitäten unseres Arbeitsbereichs. Im Vordergrund stehen die Analyse und Optimierung von Systemen innerhalb der Siedlungsabfallwirtschaft.

Die zunehmende Verknappung bzw. Verteuerung von Rohstoffen macht die Kreislauf- und Abfallwirtschaft im Bereich der Siedlungsabfälle zu einem wichtigen Element innerhalb der Ressourcenwirtschaft. Die Erfassung und Verwertung von Sekundärrohstoffen stehen dabei im Vordergrund. Die dazu notwendigen Systeme werden zunehmend komplexer.

Bestehende Systeme müssen hinsichtlich der Effizienz, aber auch hinsichtlich der Bürgerfreundlichkeit, überprüft und optimiert werden. Dazu ist es unter anderem notwendig die bestehenden Potenziale und Eigenschaften der jeweiligen Stoffströme zu ermitteln.

Forschungsfelder:

  • Konzeptionelle Entwicklung sowie Analyse von Systemen in der Kreislauf- und Abfallwirtschaft
  • Entsorgungssysteme in der internationalen Abfallwirtschaft
  • Potenzialanalyse von Stoffströmen
  • Analytik von Stoffströmen

Plastik im Bioabfall (Anna Fritzsche) (c)
Plastik im Bioabfall

Kunststofffragmente nach der Zerkleinerung in der Grobaufbereitung (Hildemar Mendez) (c)
Kunststofffragmente nach der Zerkleinerung

Verbundvorhaben: Mikrokunststoffe in Komposten und Gärprodukten aus Bioabfallverwertungsanlagen und deren Eintrag in Böden

– Erfassen, Bewerten, Vermeiden –

Mikroplastikpartikel, definiert als Kunststoffpartikel (MKS) < 5 mm, werden zunehmend als Belastung der Umwelt gesehen. Das Verbundvorhaben betrachtet das vergleichsweise wenig erforschte Umweltsystem Boden (Eintragswege und deren mögliche Beeinflussung). Bislang noch kaum erfasst ist die mögliche Belastung der Böden durch MKS in Komposten bzw. Gärprodukten aus der Verwertung von Biogut.

Teilprojekt 6:

Durch Kompostierungs- und Vergärungsversuche werden die Prozessbedingungen während der großtechnischen biologischen Behandlung von Biogut im Labormaßstab unter kontrollierten Bedingungen simuliert. Dabei soll untersucht werden, welchen Einfluss die Prozessführung auf die Fragmentierung von Kunststoffen und damit auf die Bildung von Mikrokunststoffpartikel hat.

Mittelgeber:
BWPLUS – Baden-Württemberg Programm Lebensgrundlage Umwelt und ihre Sicherung

Ansprechpartner:
Prof. Dr.-Ing. Martin Kranert
Dipl. Geol. Detlef Clauß
M. Sc. Hildemar Mendez-Guillen

Projektpartner:              
Universität Stuttgart
   Institut für Kunststofftechnik
   Institut für Biomaterialien und biomolekulare Systeme

Universität Hohenheim
   Institut für Bodenkunde und Standortslehre

Universität Beyreuth
   Lehrstuhl für Tierökologie I
   Lehrstuhl für Bioprozesstechnik

Fraunhofer ICT (Koordinator)

Projektlaufzeit:
2018 – 2021

 

Abgeschlossene Forschungsprojekte

Ziel des Projektes ist es, die Reststoff- und Abfallbiomassepotenziale in Baden-Württemberg räumlich zu erfassen. Das zu entwickelnde GIS-Modell ermöglicht die Identifikation von Anfallschwerpunkten der Reststoff- und Abfallbiomassen, sowie eine Optimierung von biomassebasierten Verwertungssystemen im Rahmen der gesamten Bioökonomie.

Mittelgeber:
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Ansprechpartner:
Prof. Dr.-Ing. Martin Kranert
Dipl.-Ing. Lea Böhme
Dipl.-Geol. Detlef Clauß

Projektlaufzeit: 08/2014 - 08/2017

Weitere Informationen: http://www.bioeconomy-research-bw.de/

Kontakt

Dieses Bild zeigt Clauß
Dipl.-Geol.

Detlef Clauß

Arbeitsbereichsleiter "Systeme der Kreislauf- und Abfallwirtschaft" (SKA)