8. Oktober 2019 / Dörte Hahn

Kläranlagentechnik: Reinigungsstufe Nummer vier

Baden-Württemberg rüstet immer mehr Kläranlagen mit einer weitergehenden Reinigungsstufe zur gezielten Spurenstoffelimination aus. Dabei werden mit verschiedenen Techniken Spurenstoffe aus dem Abwasser geholt. Ziel ist, die Gewässer wie auch die Trinkwasserressourcen künftig noch besser zu schützen.

Von Medikamenten über Pflanzenschutzmittel bis zu Industriechemikalien – eine wachsende Reihe an Substanzen im Abwasser hat das Potenzial, auch in geringen Konzentrationen die Qualität der Gewässer zu beeinträchtigen. Auf die dort lebenden Tiere und Kleinlebewesen können solche Spurenstoffe zum Beispiel ähnliche Wirkungen wie Hormone haben, was zu unnatürlichen Entwicklungen führen kann. Mit der bisherigen Kläranlagentechnik – also der mechanischen und biologischen Reinigung sowie der Phosphorfällung – lassen sich viele Spurenstoffe allerdings nur unzureichend aus dem Abwasser entfernen.

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